Wie kann der Landkreis effektiv und nachhaltig zum Klimaschutz beitragen? Diese Frage beschäftigt nicht nur den Kreistag und die Verwaltung – alle Bürgerinnen und Bürger, sämtliche Akteure sowie Akteursgruppen innerhalb des Landkreises Rhön-Grabfeld sind aufgerufen, sich zu engagieren. Innerhalb eines Jahres wird der Landkreis mit Unterstützung der Energieagentur Unterfranken e. V. ein Klimaschutzkonzept entwickeln. Dieses soll als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzmaßnahmen dienen und dazu beitragen, den Klimaschutz als zentrale Aufgabe nachhaltig in der Region zu verankern. Die ersten Weichen wurden bereits im März bei einem Auftaktgespräch der eigens zusammengestellten Akteursgruppe im Landratsamt gestellt.
Rund 35 Teilnehmende folgten der Einladung von Landrat Thomas Habermann. Vertreter von Energieversorgern, Kommunen, Fachleute, Umweltbildungseinrichtungen, Lokalpolitiker, Initiativen und die Landkreisverwaltung tauschten sich gemeinsam mit der Energieagentur über zentrale Handlungsfelder aus: Bauen und Sanieren / klimaneutrale Verwaltung & Liegenschaften, Erneuerbare Energien / Energieversorgung, Anpassung an den Klimawandel, klimafreundliche Mobilität sowie Öffentlichkeitsarbeit & Bürgerbeteiligung.
Ziel dieses Auftaktgesprächs war, ein Netzwerk zu schaffen, Wissen und erste Ideen zu sammeln sowie festzulegen, wer mit welcher Expertise und Kapazität an welchem Bereich mitwirken kann. Die Akteursgruppe soll kontinuierlich erweitert werden, um möglichst viele Engagierte in die Entwicklung des Klimaschutzkonzepts einzubinden – denn Klimaschutz gelingt nur gemeinsam.
Auch die Bürgerinnen und Bürger sollen sich aktiv mit ihren Ideen und Best-Practice-Beispielen einbringen können. Bereits auf der 12. Fahrzeugschau Elektromobilität, die am ersten Maiwochenende in Bad Neustadt a. d. Saale stattfindet, wird es einen Informationsstand geben, der zum Austausch, zur Information und zur aktiven Mitgestaltung einlädt. Weitere Informationen – die im Laufe des Prozesses stetig erweitert werden – sind auf der Homepage des Landkreises abrufbar.
Hintergrund:
Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, die Zusammenarbeit auf allen gesellschaftlichen Ebenen erfordert – von der internationalen bis zur lokalen Ebene.
Die bayerische Landesregierung hat mit dem Klimaschutzprogramm 2050 und dem Klimaschutzgesetz von 2020 konkrete Ziele formuliert, um den Freistaat bis spätestens 2040 klimaneutral zu machen. Eine besondere Verantwortung tragen dabei Kommunen, Städte und Landkreise, die bereits bis 2030 eine klimaneutrale Verwaltung anstreben sollten.
Der Landkreis Rhön-Grabfeld ist sich seiner Verantwortung und Vorbildfunktion bewusst und hat beschlossen, ein eigenes Klimaschutzkonzept zu entwickeln. Unterstützt wird er dabei von der Energieagentur Unterfranken e. V.. Finanziell gefördert wird das Vorhaben von der Regierung von Unterfranken durch die Förderrichtlinie Kommunaler Klimaschutz (KommKlimaFöR) im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.